Die Arbeit mit, am und um das Pferd in der Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen. 

Die Arbeit mit, am und um das Pferd in der Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen.

Tiergestützte Pädagogik / Therapie mit Pferden heißt…

Menschen empfinden häufig im Umgang mit Tieren Wohlbefinden und können sich dabei sehr gut entspannen. Deshalb steht bei der tiergestützten Pädagogik die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Mittelpunkt.

Pferde haben ein stark ausgeprägtes soziales Verhalten. Pferde kommunizieren mit uns. Sie tun dies über Köperhaltung, die Stellung der Ohren, das Scharren mit den Hufen und die Bewegung des Schweifs. Das Pferd so verstehen zu lernen und es in seiner besonderen Persönlichkeit und Eigenart zu respektieren, ist eine zentrale Aufgabe.

Ist die Annäherung gelungen, wird der Mensch reich belohnt. Das Pferd und der Mensch entwickeln eine gegenseitige Beziehung und Vertrauen. Ein „Freund“ zum Streicheln, sich Anlehnen und zum Sprechen. Er wird einen guten Zuhörer finden, der versteht, nicht widerspricht oder wertet.

Diese wichtige, sehr persönliche Erfahrung, hat insbesondere bei Menschen mit Handicaps und Schwerstmehrfachbehinderten eine sehr positive Wirkung auf das gesamte soziale Verhalten und fördert besonders folgende Fähigkeiten und Kompetenzen:

    Mut und Selbstvertrauen (Einzel und Gruppe)
    Ausdauer, Geduld, Frustrationstoleranz
    Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle
    Verantwortungsgefühl, Fürsorglichkeit
    Eigenantrieb und Eigenmotivation

MIT – AM – UMS – PFERD lernen

Die Reittherapie spricht alle Sinne an. Erfahrungen mit dem Pferd werden auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen. Darum ist es durch die therapeutische Arbeit möglich, mit und am Pferd erstaunliche Fortschritte zu erzielen.

Im Bewegungsrhythmus mit dem Pferd, lernt der Mensch seinen Körper zu spüren. Er erfährt Körperkontakt, lernt Nähe auszuhalten und zu geben. Das Pferd spiegelt Emotionen ganz direkt und unverfälscht wieder.

Im Kontakt mit dem Pferd kann Vertrauen neu erlernt werden. Reiten fördert die Konzentration und auch die eigene Körperwahrnehmung. Die Koordination und die Motorik wird geschult. Darüber hinaus können Verspannungen und Schmerzen, sogar zeitweilig Spastiken gelöst werden.

    Beobachten lernen – wie verhält sich das Pferd?
    Artgerechter Umgang, Pflege, Füttern und Versorgung des Pferdes
    Boxen säubern, Pferd zur Weide bringen, Zäune kontrollieren, Weidenmanagement
    Rücksicht auf das Pferd nehmen – es führen lernen
    sich und das Pferd beim Reiten mit und ohne Sattel spüren – Körperwahrnehmung und Körperhaltung
    Kutsche anspannen, Kutsche fahren - sich entspannen, die Natur genießen
    Kutsche fahren - als Ort zur Klärung von Konflikten, Krisen

Dabei lernen unsere Bewohner ganz selbstverständlich, sich an eine regelmäßige Tagesstruktur sowie Aufgaben- und Verantwortungsübernahme in einem Team und in einer Gemeinschaft, zu halten. Das sind elementare Wirkfaktoren für Stabilität, Sicherheit und Wohlbefinden.

Reiten mit Schwerstbehinderten

    Das Reiten mit oder ohne Sattel dient der Kräftigung der Muskulatur,
    der Herabsetzung etwaiger Spastik der Muskulatur,
    der Gleichgewichts-, Reaktions- und Koordinationsschulung,
    der Förderung der Raumorientierung und nicht zuletzt dem Selbstbewusstsein

Weitere Aktivitäten/Sportarten mit dem Pferd

    Kutsche fahren – Spezialkutsche  für Rollstuhlfahrer
    Verschiedene Gespanne fahren für Nichtrollis
    Reit- und Fahrquadrille (Formationen reiten/fahren)
    Pferdefußball (Ball mit 1,20 m Durchmesser, Reiter lenkt das Pferd) oder Pferdebasketball
    Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen, bzw. Vorführungen (Titanen der Rennbahn)
    Vorführungen/Schaubilder auf öffentlichen Veranstaltungen

Unsere vierbeinigen Therapeuten stellen sich vor (von links nach rechts)

Linus „Der sanfte Riese“ , 8 Jahre alt: Unser, feinfühliger und liebevoller Freund. Ob einspännig oder beim Reiten, ist er ein treuer Begleiter für Anfänger und Fortgeschrittene.

Nele „Die Cheftherapeutin“, 10 Jahre alt: Sie ist die erfahrenste und geduldigste, sie kümmert sich vorrangig um Einsteiger und Schwerstbehinderte. Ihr ruhiges Wesen beschert ihr viele Fans.

Alf „Der Chef“, 12 Jahre alt: Alf ist unser selbstbewusster, ehrlicher Flitzer. Im Gelände ist er für jeden Spaß zu haben, aber auf dem Reitplatz ist er ganz zuverlässig und behutsam zu seinen Reitern. Einfach ein toller Kerl!

Teddy „Unsere pfiffige Amazone“, 8 Jahre alt: Sie ist sehr clever und fleißig. Im Gespann gibt sie den Ton an und ist völlig unerschrocken. Auf dem Reitplatz ist sie allzeit bereit für neue Spiele und neugierig und will alles ausprobieren.

Lümmel „Das Sensibelchen“, 8 Jahre alt: Unser Lümmel ist mit seinem besten Freund Alf vor der Kutsche ein tolles Gespann. Erfahrene Reiter schätzen ihn sehr.

Evi „Unsere Azubine!“, 7 Jahre alt: Evi tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Nele. Sie wird gerade zum Therapiepferd ausgebildet und zeigt schon jetzt großes Talent.

Ella „Das Baby“, 4 Jahre alt: Unsere Jüngste, sie ist sehr liebevoll und fleißig. Manchmal möchte sie auf den Arm, weil es viele Gefahren gibt, die überall lauern.

Lui „Der Zuverlässige“, 10 Jahre alt: Er ist vor unserer Rollstuhlkutsche sehr beliebt und wartet geduldig beim Verladen der Rollstühle.

…Sollten wir ihr Interesse geweckt haben: Unsere erfahrenen MitarbeiterInnen beantworten gerne Ihre Fragen:

Träger:

LeBe-Mechau
Dorfplatz 9
39619 Mechau
Telefon.: 03 90 36 - 96 64 19

Das Team:

D. Hermanns
M. Schulz
M. Brückner

Telefon: 03 90 36 – 9 64 47